Rot-Weiss-Rot im Glas

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Rund 60 % aller Weine, die bei Getränke Wille pro Jahr verkauft werden, kommen von österreichischen Winzern. Die Nachfrage stimmt. Das Bouquet ist vielseitig. Die Qualität überzeugt. Gründe genug für einen Querschnitt mit Herz und eine Liebeserklärung an das Weinland Österreich.

Wenn es bei Getränke Wille nach Feierabend still wird zwischen den deckenhohen Weinregalen, werfen letzte Sonnenstrahlen ihr Spotlight auf glänzende Flaschen. Wohl gereift und gut gereist ruhen hier edle Tropfen aus Österreich und der Welt. Würziges neben Lieblichem und Prickelndem. Rot, Weiß, Rosé aus bekannten heimischen Lagen. Außergewöhnliches und Trinkfeines von hier und da. Bereit für die Weiterreise zum Kunden, zum Kenner, zum Genießer. Im Wille Weinsortiment liegt das Gute aus Österreich ganz nah.

Vom Alltagswässerchen zum österreichischen Weinwunder

Über 2.000 Jahre lang wird in Österreich schon Wein angebaut. Kelten, Römer, kirchliche Institutionen und später der Adel, aber auch das Bürgertum beteiligten sich an der berauschenden Kunst mit dem Rebensaft. Seitdem prägen gepflegte Rieden das Landschaftsbild ganzer Regionen. Trotzdem spürt man: Seit dem Glykolwein-Skandal von 1985 hat sich etwas verändert. Junge wie alteingesessene Winzer haben die Wein-Reputation Österreichs mit viel Herzblut auf ein neues Level gekeltert. Aus einer gekonnten Mischung von Tradition und Vision haben sie den Ruf eines kleinen, feinen Weinlands vinifiziert. Längst kommen aus Österreich keine Allerweltsweine, Alltagswässerchen mehr. Stattdessen Besonderheiten, die auch vor den Spitzenlokalen New Yorks keinen Halt machen, wo „Grooner“, Grüne Veltliner, neben Chardonnay und Sauvignon längst die Weinkarten zieren.

Wozu österreichische Lagen in der Lage sind

Sage mir, wo er herkommt und ich sage dir, wie er schmeckt. Fast. Für österreichische Weine galt die Herkunft schon immer als wichtiges Qualitätskriterium. Doch das greift mit der Weiterentwicklung moderner önologischer Technologien und den unterschiedlichen Philosophien heute zu vinifizieren mitunter zu kurz. Das Terroir kommt ins Spiel, welches als wirkungsvolle Synthese von Lage, Klima, Boden, Rebsorte und Kellerphilosophie zu verstehen ist. Wahre Winzerkunst zeigt sich nicht nur in Österreich immer dann, wenn sich das Besondere, Typische, Reine, Charakteristische eines Terroirs im Geschmack eines Weines widerspiegelt.

„Bring me the Lamm“, heißt es abends in den Gastronomien von Tirols Skimetropolen. Gemeint sind nicht lammfromme, sondern mächtige Grüne Veltliner Weine aus einer kleinen südostseitigen, sehr heißen Lage des Heiligensteins, dem Kammerner Lamm in der Weinregion Kamptal.

Furore in Weiß

Obwohl die Nachfrage nach Rotweinen – egal ob reinsortig oder als Cuvée – stetig steigt, sind immer noch zwei Drittel der gesamten Weingartenfläche im Land mit weißen Reben bestockt. Neben internationalen Lieblingen machen vor allem die autochthonen Sorten für Weißwein à la Österreich Furore. 50 % aller Grüner-Veltliner-Rebstöcke weltweit (!) wachsen im Weinviertel. Aus ihnen reifen die typischen pfeffrigen Grüner-Veltliner-Weine. Unverkennbar für Weingourmets aus aller Welt. Hervorragend gedeiht der Grüne Veltliner ebenso wie Riesling auch in der Wachau, im Kremstal oder Kamptal.

Prickelndes und Süßes

Rotgipfler und Zierfandler, zwei weitere österreichische Paraderebsorten Weiß, reifen seit jeher gut und gerne in der niederösterreichischen Thermenregion. Die Weinbaugebiete der Steiermark hingegen bringen würzige Muskateller und aus Wildreben gekreuzte Traminer und Welschriesling zur Vollendung. Letzterer bildet zusammen mit Grüner Veltliner, Sämling oder Sauvignon Blanc die Basis für prickelnde Perlweine made in Austria. In der Regel werden sie nach alter Flaschengärmethode und in privat geführten Weinbetrieben hergestellt. Zu typisch österreichischen Mehlspeisen-Desserts wie Kaiserschmarrn, Strudel oder Nockerln reichen Sommeliers vom Burgenland bis nach Vorarlberg Dessertweine, die im langen österreichischen Herbst zu vollendeter Süße reifen.

Geht's ein bisschen mehr „raw “?

Natürlich. Zwischen Rot und Weiß liegen pikante Rosé-Weine, naturbelassene Orange Wines und andere Alternativen. Neue Natural Wines, Raw Wines oder biodynamische Demeter-zertifizierte Weine sind in. Mit strikt handverlesenen Trauben, spontaner Gärung, Verzicht auf Schwefel, künstliche Zusatzstoffe, synthetischen Dünger oder chemische Pflanzenschutzmittel hat sich die Winzerzunft in Sachen Bio-Bewegung bereits selbst überholt. Und wie geht es weiter? Die Klimafrage und findige Winzer im Zeichen der Zeit werden zeigen, wohin die Reise des österreichischen Weins in Zukunft geht.

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